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DE-Mail auf dem Weg in die Praxis

Bundesrat beschließt sogenanntes “DE-Mail-Gesetz”

Das unter dem vorgenannten Begriff bekannte Gesetz wurde durch den Bundesrat am Freitag, dem 18.03.2011 beschlossen.
Der Vermittlungsausschuss wurde nicht angerufen.

Es bleiben zwar noch datenschutzrechtliche Fragen offen, aber auch diese sollten kein großes Hindernis für die Verbreitung des Dienstes sein.

Während DE-Mail nach wie vor mehr “dahin dümpelt” ist die Anwendung E-Postbrief bereits seit einigen Monaten auf dem Markt und erfreut sich großen Zuspruchs.

Zwischenzeitlich an Micrsoft angekündigt, kurzfristig eine Integration von E-Postbrief in die Office-Produkte zu schaffen. Bis zum Jahresende soll auch eine Integration in Outlook erfolgen, so dass auch über Outlook E-Postbriefe verschickt werden können.

Outlook 2010 Tipp (7) Feiertage und Ferientermine

Feiertage und Ferientermine in Outlook 2010

Wie in Tipp (6) festgestellt werden konnte, ist es relativ einfach, in Outlook 2010 die gesetzlichen Feiertage eintragen zu lassen. Leider stellt uns Outlook allerdings nicht die Möglichkeit zur Verfügung, diese auf die jeweils im gewünschten Bundesland geltenden Feiertage zu beschränken. Noch viel weniger ist Outlook 2010 in der Lage, die Ferientermine je Bundesland zur Verfügung zu stellen.

Hier hilft uns ein kostenloses Tool von SMART TOOLS, der Smart Tools Feiertags und Ferien-Assistent 4.0 für Outlook.

Nach der erfolgten Installation können Sie über Outlook 2010 den Assistenten als AddIn aufrufen. Über die komfortable Maske

können Sie die Feiertage für Ihr Bundesland auswählen. Im Bereich Ferientermine können Sie durch Auswahl des Bundeslandes die Termine direkt übernehmen.
Eine einfache und komfortable Möglichkeit Ihr Outlook noch besser zu organisieren.

Outlook 2010 Tipp (5) Neuer Kontakt aus Signatur

Neuen Kontakt aus Signatur erstellen

Vielfach ist es gewünscht, einen Adressaten einer Korrespondenz in die Kontaktverwaltung von Outlook aufzunehmen. Die Eintragungen sind langwierig und lassen sich mit Bordmitteln von Outlook recht schnell und einfach vornehmen, wenn eine Signatur vorhanden ist.

Bei Eingang einer neuen E-Mail klicken Sie bitte mit der rechten Maustaste auf die Absender-Adresse der eingegangenen E-Mail und wählen aus dem dann erscheinenden Menü den Punkt “Zu Outlook-Kontakten hinzufügen”.
Outlook legt nun einen neuen Kontakt an, in dem bereits Name und E-Mail-Adresse vorhanden sind.

Öffnen Sie nun die E-Mail und verkleineren Sie diese auf die Hälfte des Bildschirms. Verkleinern Sie ebenfalls die Maske für den neuen Kontakt, so dass beide nebeneinander angezeigt werden.

Nun können Sie mit COPY und PASTE die Daten aus der in der E-Mail angezeigten Signatur direkt in das jeweils entsprechende Feld in die Kontaktmaske einfügen. Sie erinnern sich gewiss

  • zu kopierenden Text markieren
  • zum Kopieren <CTRL>+<C>
  • zum Einfügen <CTRL>+<V>

Eine absolut schnelle und einfache Übernahme der Daten.

Outlook 2010 Tipp (3) Die Logik von Outlook nutzen

Outlook berechnet ein Datum selbst

Warum bei Eintragung jeder Aufgabe mühsam erst das Beginn- und Fälligkeitsdatum heraussuchen, wenn Outlook dieses auch selbst kann?

Das nachfolgende Beispiel bezieht sich auf Montag, den 21.02.2011.

Es soll eine Aufgabe eingetragen werden, die am darauffolgenden Donnerstag beginnt und vier Wochen später fällig sein soll.

Öffnen Sie eine neue Aufgabe und geben Sie als Beginndatum “nächsten Donnerstag” ein.

Sobald Sie das Feld verlassen, berechnet Outlook automatisch das Datum für den darauffolgenden Donnerstag.

Geben Sie im Fälligkeitsfeld jetzt “vier Wochen später” ein.

Sobald Sie auch dieses Feld verlassen, hat Outlook das Fälligkeitsdatum richtig berechnet.

Spielen Sie ein wenig mit den Daten. Sie werden sehen, welche guten Möglichkeiten Ihnen Outlook bietet. Recht komfortabel.

Finanzbuchhaltung und Kosten- und Leistungsrechnung Teil VII

Berechnung des Anwaltsstundensatzes

Nachdem die Summe der Kosten für die Kostenstelle “Anwalt” bekannt ist – Sie erinnern sich Zuordnung der Einzelkosten zur Kostenstelle und aufgrund eines Schlüssels die anteiligen Gemeinkosten – kann für jeden Anwalt der interne Stundensatz gebildet werden, indem die auf diesen entfallenden Kosten durch die berechenbaren Arbeitsstunden dividiert werden.

Wenn wir von einer “normalen” Arbeitszeit von 40 Stunden / Woche ausgehen würden, ergibt dieses eines Jahresarbeitszeit (52 Wochen) von 2.080 Stunden. Von diesem Wert sind abzuziehen die Stunden für Urlaubszeit, Feiertage, Krankheitstage. Es verbleibt dann die reine Arbeitzeit. Diese verbleibenden Stunden werden nicht in voller Höhe in die Mandatsarbeit einfließen. Je nach Organisation der Kanzlei werden die verbleibenden Stunden um 20% bis 30% nicht den Mandaten zurechenbaren Stunden gekürzt werden müssen. Diese fallen an für Verwaltungzeiten, Fortbildungzeiten etc.. Die danach verbleibende Stundenzahl ist die Grundlage für die Berechnung des internen Stundensatzes (also Kosten der Kostenstelle Anwalt dividiert durch die Stundenzahl).
Dieses ist ein recht umkomplizierte Rechnung die auch trotz “Iudex non calculat” nachvollzogen werden kann.

Finanzbuchhaltung und Kosten- und Leistungsrechnung Teil VI

Im Beitrag Teil V habe ich die Systematik der Zuordnung der Kosten angesprochen. Lassen Sie mich dieses etwas vertiefen.

Kostenartenrechnung
Wie wir gesehen haben, fallen hierunter Einzel- u. Gemeinkosten. Was aber sind nun Einzelkosten und was Gemeinkosten?

Einzelkosten
Einzelkosten sind direkt zuordenbare Kosten. Je nach Organisation können Personalkosten ganz oder teilweise zu den Einzelkosten oder zu den Gemeinkosten zählen. Im Hinblick auf die Kostenstellenrechnung können die Kosten des oder der Anwälte, die zu einer Kostenstelle gehören und ausschließlich hierfür tätig werden, dieser voll zugerechnet werden. Gleiches gilt natürlich auch dann, wenn dieser Kostenstelle Mitarbeiter ausschließlich zugeordnet sind.
Einzelkosten können aber auch Reisekosten etc. sein, die direkt dem Kostenträger zuzurechnen sind, also der Akte, dem Projekt oder wie auch immer die Bezeichnung lautet.

Gemeinkosten
Soweit Mitarbeiter jedoch auch andere Tätigkeiten verrichten, wie z. B. Telefondienst, Diktate für das Gesamtbüro etc. sind diese jedoch zu Gemeinkosten zu rechnen und entsprechend einem zu vereinbarenden Schlüssel zu verteilen. Dieses kann pro Kopf oder nach anderen Schlüsseln erfolgen.
Die Mietkosten werden auch überwiegend als Gemeinkosten bezeichnet, was m. E. aber zu “kurz gesprungen” ist. Soweit Teile des Büros direkt Angehörigen von Kostenstellen zur ausschließlichen Nutzung zugewiesen sind, also z. B. das Anwaltsbüro, sind diese wie Einzelkosten zu behandeln, d. h. also direkt zuzurechnen. Nur die verbleibenden Räumlichkeiten (Sozialräume, Bibliothek, Besprechungsräume, Empfang etc.) sind in einem solchen Fall als Gemeinkosten wiederum nach einem Schlüssel zu verteilen.

Kostenstellenrechnung
Selbstverständlich können je nach Organisation auch die Kostenstellen sehr verschieden sein. So können sowohl das Rechtsgebiet (also z. B. Mietrecht) mit all den dazugehörigen Anwälten und Mitarbeitern eine Kostenstelle sein. Es ist aber auch nicht auszuschließen, dass ein Anwalt alleine oder mit Personal eine Kostenstelle bildet.

Kostenträgerrechnung
Kostenträger ist das einzelne Mandat, Projekt oder wie auch immer die Bezeichnung in Ihrem Büro lautet. Den Einnahmen aus dem Mandat werden die Kosten gegenübergestellt, wobei – neben den direkt zuordenbaren Einzelkosten wie Reisekosten etc. – der zu berechnende Stundensatz des Anwalts multipliziert mit dem Stundenaufwand im Mandat als “Kosten” in Bezug auf den Kostenträger anzusetzen ist.
Voraussetzung hierfür ist allerdings, dass eine vollständige Zeiterfassung erfolgt und der Kostensatz des Anwalts bekannt ist.

Wie dieser berechnet wird, werden wir in Teil VII behandeln.

 

Beratungsförderung

Wenn Sie Ihre Kanzlei bereits gegründet haben und seit mindestens einem Jahr am Markt sind, können Sie die Hilfe von Unternehmensberaterinnen und -beratern in Anspruch nehmen, um Fragen und Herausforderungen, die sich bei der Unternehmensführung ergeben, gemeinsam anzugehen. Diese Beratung ist kostenpflichtig. Der Bund bietet daher einen Zuschuss zu den Beratungskosten an.

 

Gefördert werden allgemeine Beratungen zu allen

  • wirtschaftlichen
  • technischen
  • finanziellen
  • personellen und
  • organisatorischen Fragen der Unternehmensführung


sowie spezielle Beratungen, wie beispielsweise zu

  • Technologie und Innovationen
  • Qualitätsmanagement
  • Kooperationen

Weiterhin zu

  • Umweltschutz
  • Arbeitsschutz
  • Vereinbarkeit von Familie und Beruf


Die Förderung erfolgt aus Mitteln des Bundes und des Europäischen Sozialfonds (ESF) der Europäischen Union.

 

Antragsberechtigte
Kleine und mittlere Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft sowie Angehörige der Freien Berufe im Rahmen der von der EU vorgegebenen Grenzen für Umsatz (< 50 Mio. Euro) oder Bilanzsumme (< 43 Mio. Euro) sowie Anzahl der Beschäftigten (< 250 Mitarbeiter).

Art und Höhe der Förderung
Die Förderung besteht aus einem Zuschuss zu den vom Unternehmensberater in Rechnung gestellten Beratungskosten. Der Höchstzuschuss bei allgemeinen Beratungen oder speziellen in den alten Bundesländern beträgt 50 Prozent max. 1.500 Euro; in den neuen Bundesländern einschließlich des Regierungsbezirks Lüneburg 75 Prozent max. 1.500 Euro.

Bei allgemeinen Beratungen und speziellen Beratungen hat jedes Unternehmen ein Beratungskontingent von jeweils insgesamt 3.000 Euro im Rahmen der Laufzeit der Richtlinien. Allgemeine und spezielle Beratungen werden also mit Zuschüssen von zusammen maximal 6.000 Euro gefördert. Diese Beschränkung gilt nicht für Umweltschutz- und Arbeitsschutzberatungen, Beratungen von Unternehmerinnen oder Migrantinnen und Migranten zur Unternehmensführung sowie Beratungen zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Die Beratungen müssen den Richtlinienanforderungen genügen.

Die Förderung erfolgt im Rahmen verfügbarer Haushaltsmittel.

Entscheidungsgrundlage
Richtlinien über die Förderung von Unternehmensberatungen für kleine und mittlere Unternehmen sowie Freie Berufe vom 27. Juni 2008 (BAnz. 99 S. 2404). Die Zuwendungen werden als „De-minimis“-Beihilfen gewährt.

Antragsfrist und Antragstellung
Die Zuschussanträge sind nur bei einer der zugelassenen Leitstellen einzureichen.
Die vollständigen Antragsunterlagen müssen spätestens 3 Monate nach Abschluss der Beratung und Zahlung der Beratungskosten der Leitstelle vorliegen.

Dem Antragsformular sind

  • der Beratungsbericht,
  • die Beraterrechnung,
  • der Kontoauszug als Zahlungsnachweis und
  • die bereits erhaltenen “De-minimis” Bescheinigungen des Antragstellers beizufügen.
Quelle:
Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA)
Frankfurter Str. 29 – 35
65760 Eschborn
Tel.: 06196 908-570
Fax: 06196 908-800
foerderung@bafa.bund.de
www.bafa.de (www)

Verjährung von Rechtsanwaltskosten

 

Verjährung von Rechtsanwaltskosten

Immer zum Jahresende stellt sich die Frage insbesondere nach der Verjährung der Kostenansprüche des Rechtsanwalts gegenüber seinen Mandanten.

Diese ist relativ einfach zu beantworten.
Der Anspruch auf Zahlung von Rechtanwaltskosten unterliegt der allgemeinen Verjährungsfrist gem. § 195 BGB.

Der Anspruch verjährt danach nach Ablauf von drei Jahren, gerechnet ab dem Schluss des Jahres, in dem der Anspruch entstanden ist (§ 199 Abs. 1 Satz 1 BGB)

Vielfach wird angenommen, dieser Zeitpunkt sei identisch mit dem Zeitpunkt, zu dem die Rechnung erteilt wurde, was nicht zutrifft.
Die Entstehung des Kostenanspruchs und seine Fälligkeit ergibt sich aus § 8 Abs. 1 RVG.
Danach sind die Kosten fällig, wenn

  • der Auftrag erledigt
  • oder die Angelegenheit beendet ist
  • wenn in einem gerichtlichen Verfahren eine Kostenentscheidung ergangen ist
  • oder wenn das Verfahren länger als drei Monate ruht.

Nach § 8 Abs. 2 RVG wird die Verjährung einer Forderung für eine Tätigkeit in einem gerichtlichen Verfahren gehemmt, solange das Verfahren anhängig ist. Diese Hemmung endet mit der rechtskräftigen Entscheidung oder anderweitigen Beendigung des Verfahrens.
Soweit das Verfahren ruht, endet die Hemmung drei Monate nach Eintritt der Fälligkeit und beginnt erneut, wenn ene der Parteien das Verfahren weiter betreibt.

Erfolgshonorar für Rechtsanwälte

Der Bundestag hat am 25.08.08 beschlossen, dass Rechtsanwälte Erfolgshonorare vereinbaren können. Wer nun denkt, hiermit sei dem Erfolgshonorar “Tür und Tor” geöffnet, irrt. Der Bundestag hat die Vereinbarung grundsätzlich nur in Ausnahmefällen zugelassen. Ein Ausnahmefall ist z. B. dann gegeben, wenn die wirtschaftlichen Verhältnisse des Mandanten und das Prozessrisiko und seine Bewertung von Bedeutung sind. Dieses ist eine reine Auslegungssache.

Eine entsprechende Honoarvereinbarung ist schriftlich zu fassen, wobei allerdings für die Vereinbarung auch ein gegenseitiges Fax oder eine E-Mail ausreichen soll.

Es bleibt abzuwarten, inwieweit die Rechtsprechung Klarheit über die Begrifflichkeit der Ausnahme in diesem Falle bringen wird.

Weihnachtsgruß

Es ist wieder einmal soweit. Weihnachten steht überraschend vor der Tür und die Kärtchen müssen geschrieben werden.

Nun, entgegen der Gewohnheit in den vergangenen Jahren, erhalten unsere Kunden dieses Jahr keine Weihnachtskarte mit der Normalpost, sondern ausschließlich an dieser Stelle unsere besten Wünsche für ein gesegnetes Weihnachtsfest und für das Jahr 2008. Mögen alle Ihre Wünsche in Erfüllung gehen.

Ihr
H. Treysse

Unternehmensberatung speziell für Rechtsanwälte und Notare